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Netzwerk Fokus Tierwohl: Das deutschlandweite Verbundprojekt für mehr Tierwohl

Um Tierhalter in Deutschland nachhaltig zu stärken und sie dabei zu unterstützen, Tier- und Umweltschutz, Qualität bei der Produktion sowie Marktorientierung zu priorisieren, wurde das bundesweite Netzwerk Fokus Tierwohl gegründet.

Das Verbundprojekt hat das Ziel, den Wissenstransfer in die Praxis zu verbessern, um schweine-, geflügel- und rinderhaltende Betriebe in Deutschland zukunftsfähig zu machen hinsichtlich einer tierwohlgerechten, umweltschonenden und nachhaltigen Nutztierhaltung. 

Erstmalig wird in diesem Netzwerk fachspezifisches Wissen gebündelt, Erfahrungsaustausch zwischen Praktikern, Wissenschaftlern, Beratern und anderen Gruppen organisiert und damit die Wissens-Vernetzung innerhalb der Branche ermöglicht und gefördert.

Über eine Vielzahl von Veranstaltungen in ganz Deutschland soll über eine Laufzeit von drei Jahren den Tierhaltern das gebündelte, aufbereitete und fokussierte Wissen zur tierwohlgerechten Haltung von Rindern, Schweinen und Geflügel vermittelt werden. Die Bündelung von wissenschaftlichen Daten, neuesten Erkenntnissen aus der angewandten Forschung, der Modell- und Demonstrationsvorhaben oder anderen aktuellen Projekten erfolgt in tierartenspezifischen Geschäftsstellen. Diese sammeln und bereiten in enger Koordination mit den Verbundpartnern die aktuellen Daten auf und stellen sie den Projektpartnern in den Bundesländern für den Wissenstransfer zur Verfügung.

Das Netzwerk Fokus Tierwohl ist eingebettet in das Bundesprogramm Nutztierhaltung als wesentlicher Teil der Nutztierstrategie des Bundes. Das Gesamtkonzept der Nutztierstrategie wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft initiiert, um den großen Herausforderungen einer zukunftsfähigen Landwirtschaft in Deutschland Rechnung zu tragen. Mit der Projektträgerschaft des Bundesprogramms Nutztierhaltung hat das BMEL die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beauftragt.

Aufruf zur Teilnahme am Netzwerk Zukunftsbetriebe

Sie sind innovativ und interessieren sich für tierwohlrelevante Themen? Dann bewerben sie sich jetzt als Zukunftsbetrieb!

Mit dem primären Ziel innovativen Tierhalter*innen mit zukunftsweisenden Konzepten für eine tierwohlgerechte Nutztierhaltung zu vernetzen werden Teilnehmer für die Netzwerke der Zukunftsbetriebe gesucht. Dabei sollen neue Impulse aus Praxis und Wissenschaft aufgegriffen werden. Das Netzwerk wird besonders tierwohlgerechte Haltungsformen demonstrieren und innovative Ansätze im Bereich der Nutztierhaltung verfolgen. Insgesamt sollen drei Netzwerke mit je bis zu 50 Betrieben für die Tierarten Rind, Schwein und Geflügel gebildet werden. Ziel ist es, den Austausch zwischen den Betrieben zu neuen Erkenntnissen und „best practice“, nach dem Motto „aus der Praxis für die Praxis“, zu verbessern.

Die Zukunftsbetriebe sind eine wichtige Säule im Netzwerk Fokus Tierwohl und agieren dabei als Vorreiter, wenn es darum geht, Erfahrungen aus dem In- und Ausland aufzunehmen, weiterzuentwickeln und auf betriebsspezifische Gegebenheiten anzupassen. Zukunftsbetriebe haben eine wegweisende Funktion für Berufskolleg*innen und weitere Interessierte. Die gesuchten Betriebsleiter*innen verfügen daher über die notwendige Fachkompetenz im Bereich Tierwohl, eine große Innovationsbereitschaft sowie kommunikative Fähigkeiten und eine hohe Motivation, ihr vorhandenes Wissen mit zahlreichen Interessierten in den unterschiedlichsten Formen (z.B. Betriebsführungen, Vorträge, Praxisseminare, Presseartikel) zu teilen. Sie nehmen zweimal pro Jahr an Netzwerktreffen teil, um sich gegenseitig auszutauschen. Darüber hinaus informieren sie andere Landwirt*innen und Fachkreise über ihre innovativen Ansätze. Den teilnehmenden Betrieben werden im Verlauf der Projektphase unterschiedlichste Aktivitäten angeboten (z.B. Newsletter, Workshops, Online-Seminare, virtuelle Treffen).

Die Begleitung und Koordinierung des Netzwerkes findet durch das FiBL Deutschland e.V. und die DLG e.V., unter anderem in Absprache mit den Tierwohlkompetenzzentren (TWZ) für die jeweilige Tierart, statt. 

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Hier finden Sie in Kürze Informationen für die landwirtschaftliche Praxis, Beratung und Wissenschaft über regionale Aktivitäten und Termine sowie Fachwissen zum Thema Tierwohl.

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