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Netzwerk Fokus Tierwohl: Praxiswissen für eine tierwohlgerechte und nachhaltige Nutztierhaltung

Um Tierhalter in Deutschland nachhaltig zu stärken und sie dabei zu unterstützen, Tier- und Umweltschutz, Qualität bei der Produktion sowie Marktorientierung zu priorisieren, wurde das bundesweite Netzwerk Fokus Tierwohl gegründet. Das Verbundprojekt hat das Ziel, den Wissenstransfer in die Praxis zu verbessern, um schweine-, geflügel- und rinderhaltende Betriebe in Deutschland hinsichtlich einer tierwohlgerechten, umweltschonenden und nachhaltigen Nutztierhaltung zukunftsfähig zu machen.

Neueste Erkenntnisse aus der angewandten Forschung, den Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz und anderen Projekten werden durch die Tierwohl-Kompetenzzentren in Kooperation mit Expertinnen und Experten der Verbundpartner gesammelt und fachlich fundiert eingeordnet. Die aufbereiteten und bundesweit abgestimmten Informationen stehen den Partnern in den Bundesländern für den Wissenstransfer zur Verfügung.

Das Netzwerk Fokus Tierwohl ist eingebettet in das Bundesprogramm Nutztierhaltung, einem wesentlichen Teil der Nutztierstrategie des Bundes. Das Gesamtkonzept der Nutztierstrategie wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) initiiert. Mit der Projektträgerschaft des Bundesprogramms Nutztierhaltung hat das BMEL die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beauftragt.

Geflügelpest

Seit Ende Oktober 2020 werden in Deutschland zahlreiche Fälle der hochpathogenen Aviären Influenza bei Wildvögeln festgestellt. Das Friedrich-Löffler-Institut stuft die weitere Ausbreitung des Virus als hoch ein. Was müssen Sie als Geflügelhalter zum dynamischen Geschehen der Geflügelpest wissen? Wie können Sie Ihren Bestand bestmöglich schützen und gleichzeitig das Tierwohl verbessern? Welche Entschädigungsmöglichkeiten gibt es im Falle eines Ausbruchs?

Um Einblicke in diese für Ihren Betrieb relevanten Themen zu erhalten, bieten die Projektpartner des Netzwerks Fokus Tierwohl verschiedene Online-Vortragsveranstaltung an.

Tierwohl im Fokus - Zukunft von rinderhaltenden Betrieben

Online-Seminar der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Die Landwirtschaft in Deutschland steht täglich vor neuen Entscheidungen und Fragen, wie sie ihre Betriebe zukunftssicherer machen kann. Zunehmende Wetterextreme erschweren das Weidemanagement sowie die Sicherstellung von hochwertigem Grundfutter und Getreide. Immer besseres Management im Bereich der Tiergesundheit sorgt dafür, Krankheiten so schnell wie möglich zu erkennen und bei Behandlungsbedarf die Tiere individuell zu behandeln. Politische Maßnahmen sollen dazu beitragen, das Tierwohl weiter zu fördern, aber auch einen finanziellen Ausgleich des Mehraufwandes für Landwirte zu schaffen.

Wie gestaltet sich die Zukunft rinderhaltender Betriebe?

Um Einblicke in diese für Ihren Betrieb relevanten Themen zu erhalten, bietet die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Projektes Fokus Tierwohl eine Online-Vortragsveranstaltung an.

Inhalt:

  • Weidemanagement bei langanhaltender Trockenheit.

Prof. Dr. agr. Martin Elsäßer, LAZBW Aulendorf

  • Alle reden über Tierwohl - Welche Themen werden relevant für Milcherzeuger? 

Ludwig Börger, DBV

  • Ein Euter kommt selten allein - Eutergesundheit als Indikator für das Herdenmanagement. 

Dr. Ulrike Sorge, Eutergesundheitsdienst Bayern

 

Anmeldung

Ammoniakreduzierung in der Milchviehhaltung

Online Seminar der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern

Die Milchviehhaltung stellt eine erhebliche Quelle für Ammoniakemissionen dar. Diese können auf den Menschen und die Umwelt, aber auch auf das Tier selbst schädlich wirken. Mit der europäischen Richtlinie zur Minderung der Ammoniakemissionen (NEC-Richtlinie 2016) hat sich Deutschland international dazu verpflichtet, die Ammoniakemissionen zu senken. Für eine umweltverträgliche Nutztierhaltung sind daher Maßnahmen erforderlich, die zu einer Absenkung der Ammoniakemissionen führen, um Deutschland als Standort einer umwelt- und tiergerechten Tierproduktion zu erhalten. Einige Beispiele für die praktische Umsetzung will die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern in einem Onlineseminar geben

 

Termine Sachkundelehrgänge nach FerkBetSachkV

BADEN-WÜRTTEMBERG

Online-Theorie-Schulungen mit Präsenzprüfung an der LSZ Boxberg

  • 12.01.2021 mit Prüfung am 26.01.2021

Weitere Termine sind in Planung.

Aktuell finden auf Grund von Corona keine Präsenztermine statt. Die LSZ führt eine Warteliste für Anmeldungen für die Präsenzlehrgänge. Die Liste wird nach Eingang der Anmeldungen abgearbeitet, sobald Termine vergeben werden können.

Termine Baden-Württemberg

Ab Ende September wird die LSZ Boxberg neben der Theorie, Möglichkeiten zur Praxisphase und zur praktischen Prüfung anbieten. Weitere Informationen finden Sie unter:

Praxisphase und Praktische Prüfungen Sachkunde zur Ferkelkastration

NIEDERSACHSEN

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen bietet nach den gesetzlichen Grundlagen die Sachkundelehrgänge an. Es sind insgesamt über 15 Lehrgänge flächendeckend geplant. Eine Übersicht der Termine und Orte finden Sie unter dem Link

Termine Niedersachsen

NORDRHEIN-WESTFALEN

Informationen und Anmeldung für Präsenzlehrgänge unter:

Termine NRW

SACHSEN

11.-12. Mai 2021 mit Prüfung am 12. Mai 2021

Anmeldung Sachsen

 

Verzicht auf Schnabelkürzen

Auf Bundesebene wird das langfristige Ziel verfolgt, auch bei Puten auf das Schnabelkürzen zu verzichten. Während in der Jung- und Legehennenhaltung bereits wie beschrieben viele erfolgreiche Ansätze vorhanden sind, sind zur Haltung von Puten mit einem intakten Schnabel die wissenschaftlichen Erkenntnisse noch nicht ausreichend.

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Haltung von Geflügel mit intaktem Schnabel

Federpicken und Kannibalismus sind bei Jung- und Legehennen auftretende Verhaltensstörungen, die negative Auswirkungen auf das Tierwohl der betroffenen Tiere haben. Darüber hinaus kann diese Verhaltensstörung zu Leistungseinbußen und erhöhter Mortalität innerhalb der Herde führen. Nach bisherigen Erkenntnissen liegen die Ursachen hierfür in einem multifaktoriellen Geschehen bedingt aus Umweltfaktoren, Fütterungsform und Genetik.

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Selektives Trockenstellen von Milchvieh

Die Beschränkung der Gabe von antibiotischen Trockenstellpräparaten (selektives Trockenstellen) auf infizierte Tiere setzt eine gleichzeitige Optimierung des gesamten Trockenstehermanagements (Gesundheitsüberwachung, Hygiene, Haltung, Fütterung) voraus. Es erfordert eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema Eutergesundheit in seinen zahlreichen Facetten.

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Gesundheitszuchtwerte in der Holsteinzucht

Bis 1996 wurden Holsteinkühe in Deutschland ausschließlich auf Milchleistung gezüchtet. Durch diese milchbetonte Genetik, gutes Betriebs- und Fütterungsmanagement sowie aufgrund zunehmender wissenschaftlicher Erkenntnisse stieg die Milchleistung in Deutschland in den letzten Jahren auf ein beachtliches Niveau. Die durchschnittliche Nutzungsdauer liegt hingegen nach wie vor in einem unbefriedigenden Bereich. Dies war Ursache dafür, die Zucht in der Milchviehhaltung stärker auf eine Verbesserung der Tiergesundheit und anderer sekundärer Merkmale auszurichten.

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Ferkelkastration

Ab dem 01.01.2021 ist die betäubungslose Ferkelkastration laut Tierschutzgesetz verboten. 

Die Zeit, die den Sauenhaltern und Mästern noch bis zur Umstellung auf eine der zulässigen Alternativen bleibt, läuft. Wer in den Vorbereitungen auf die entsprechenden betrieblichen Veränderungen noch Investitionen tätigen, das weitere Vorgehen in der Handelskette zwischen Ferkelerzeugern und Mästern abstimmen oder eventuell einen Sachkundenachweis erwerben muss, sollte sich zeitnah entscheiden.

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Kupierverzicht

Das Kürzen der Schwänze von Saugferkeln wurde in der konventionellen Tierhaltung lange als wirksamste Methode gegen Schwanzbeißen (Caudophagie) praktiziert. Nach den EU-rechtlichen Vorschriften und den Vorgaben des deutschen Tierschutzgesetzes ist dies aber nur in begründeten Ausnahmefällen erlaubt, wenn andere Maßnahmen, die Umwelt- und Haltungsbedingungen (insbesondere Management, Unterbringung, Bestandsdichte etc.) berücksichtigen, nicht greifen.

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Über das Netzwerk Fokus Tierwohl

Um Tierhalter in Deutschland nachhaltig zu stärken und sie dabei zu unterstützen, Tier- und Umweltschutz, Qualität bei der Produktion sowie Marktorientierung zu priorisieren, wurde das bundesweite Netzwerk Fokus Tierwohl gegründet. Das Verbundprojekt hat das Ziel, den Wissenstransfer in die Praxis zu verbessern, um schweine-, geflügel- und rinderhaltende Betriebe in Deutschland zukunftsfähig zu machen hinsichtlich einer tierwohlgerechten, umweltschonenden und nachhaltigen Nutztierhaltung.

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Bleiben Sie auf dem Laufenden

Hier finden Sie Informationen für die landwirtschaftliche Praxis, Beratung und Wissenschaft über regionale Aktivitäten und Termine sowie Fachwissen zum Thema Tierwohl.

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