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Netzwerk Fokus Tierwohl: Praxiswissen für eine tierwohlgerechte und nachhaltige Nutztierhaltung

Um Tierhalter in Deutschland nachhaltig zu stärken und sie dabei zu unterstützen, Tier- und Umweltschutz, Qualität bei der Produktion sowie Marktorientierung zu priorisieren, wurde das bundesweite Netzwerk Fokus Tierwohl gegründet. Das Verbundprojekt hat das Ziel, den Wissenstransfer in die Praxis zu verbessern, um schweine-, geflügel- und rinderhaltende Betriebe in Deutschland hinsichtlich einer tierwohlgerechten, umweltschonenden und nachhaltigen Nutztierhaltung zukunftsfähig zu machen.

Neueste Erkenntnisse aus der angewandten Forschung, den Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz und anderen Projekten werden durch die Tierwohl-Kompetenzzentren in Kooperation mit Expertinnen und Experten der Verbundpartner gesammelt und fachlich fundiert eingeordnet. Die aufbereiteten und bundesweit abgestimmten Informationen stehen den Partnern in den Bundesländern für den Wissenstransfer zur Verfügung.

Das Netzwerk Fokus Tierwohl ist eingebettet in das Bundesprogramm Nutztierhaltung, einem wesentlichen Teil der Nutztierstrategie des Bundes. Das Gesamtkonzept der Nutztierstrategie wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) initiiert. Mit der Projektträgerschaft des Bundesprogramms Nutztierhaltung hat das BMEL die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beauftragt.

Veranstaltungen des Netzwerks Fokus Tierwohl

26.01.2021 & 02.02.2021

10.00 - 12.00 Uhr

Kritische Kontrollpunkte im Leben einer Henne erkennen, erfassen und darauf reagieren: Managementmaßnahmen von der Aufzucht bis zur Legespitze (2-tägige Veranstaltung)

Bildungs- und Wissenszentrum Boxberg

Landwirtschaftliches Zentrum Baden-Württemberg

28.01.2021

10.00 - 11.30 Uhr

Online Vortragsveranstaltung: Arbeitsstruktur, Datenanalyse und deren konsequente Anpassungen im Milchviehbetrieb für mehr Tierwohl und gute Betriebsergebnisse

Landwirtschaftskammer Bremen

28.01.2021

16.00 - 18.00 Uhr

Steigerung des Tierwohls durch optimales Stallklimamanagement und Buchtenstrukturierung

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

28.01.2021

19.30 - 21.00 Uhr

Grünlandmanagement und Trockenheit – veränderte Ansprüche an die Weidehaltung

Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

02.02.2021

14.00 - 15.30 Uhr

Fokus Tierwohl Schwein: Die neue Haltungsverordnung
Lösungsansätze und Praxisbeispiele; Schwerpunkt Deckzentrum

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Eifel 

03.02.2021

16.00 - 18.00 Uhr

Zukunftsorientierte Junghennenaufzucht
Kritische Kontrollpunkte während der Aufzucht/Beschäftigungsmaterial zur Risikominimierung hinsichtlich Federpicken und Kannibalismus

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

04.02.2021

10.00 - 11.45 Uhr

Muttergebundene Kälberaufzucht

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

04.02.2021

14.00 - 15.00 Uhr

Webseminar: Bald Pflicht? Gummimatten auf Spaltenböden für Kälber - Teil II

Landwirtschaftskammer Niedersachsen

04.02.2021

14.30 - 16.35 Uhr

Online-Veranstaltung: Kupierverzicht in der Schweinehaltung

Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern

04.02.2021

20.00 - 21.30 Uhr

Fokus Tierwohl Rind: Klauengesundheit II - Lahmheitsmonitoring und funktionale Klauenpflege

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Eifel

09.-12.02.2021

Netzwerk Fokus Tierwohl in den DLG-Spotlights - Terminankündigung

Netzwerk Fokus Tierwohl

17.02.2021

10.00 - 11.30 Uhr

Onlineveranstaltung: Geburtshilfe bei Rindern

Landwirtschaftskammer Hamburg

17.02.2021

19.30 Uhr

Fokus Tierwohl Rind: Trockensteherfütterung - Ein gesunder Start in die Laktation
Online Seminar

Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

18.02.2021

10.00 - 16.30 Uhr

Workshop: Rinderhaltung und Stallbau für Architekten, Beratungskräfte und Betreuer

Landwirtschaftliches Zentrum Baden-Württemberg

02.03.2021

09.30 - 16.30 Uhr

Workshop: Geburtshilfe - wenn, dann richtig!

Landwirtschaftliches Zentrum Baden-Württemberg

Verbesserung des Tierschutzes in der Masthühnerhaltung

Die Ludwig-Maximilians-Universität München führt in Zusammenarbeit mit der Universität Rostock im Rahmen des Projektes „Verbesserung des Tierschutzes in der Masthühnerhaltung“ eine Umfrage zu erhöhten Sitzplattformen durch. Ziel dieses Fragebogens ist es, weitere Erkenntnisse zu Akzeptanz, Gestaltung der Plattformen sowie Auswirkungen auf die Tiergesundheit und das Tierwohl in Deutschland zu gewinnen.

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Geschlechtsbestimmung im Ei

Das Töten von männlichen Eintagsküken der Legerichtung wird seit Jahren im Agrarsektor und bei Verbrauchern kontrovers diskutiert. Durch die Zucht auf Legeleistung setzen die männlichen Tiere dieser Linien kaum Fleisch an und gelten somit als „unerwünschte Nebenprodukte“. Als Konsequenz werden jährlich ca. 42 Millionen männliche Küken kurz nach dem Schlüpfen in Deutschland getötet. Um dies zu verhindern wurde in den letzten Jahren verstärkt nach Alternativen gesucht und an unterschiedlichen Lösungsansätzen geforscht. 

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Verzicht auf Schnabelkürzen

Auf Bundesebene wird das langfristige Ziel verfolgt, auch bei Puten auf das Schnabelkürzen zu verzichten. Während in der Jung- und Legehennenhaltung bereits wie beschrieben viele erfolgreiche Ansätze vorhanden sind, sind zur Haltung von Puten mit einem intakten Schnabel die wissenschaftlichen Erkenntnisse noch nicht ausreichend.

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Haltung von Geflügel mit intaktem Schnabel

Federpicken und Kannibalismus sind bei Jung- und Legehennen auftretende Verhaltensstörungen, die negative Auswirkungen auf das Tierwohl der betroffenen Tiere haben. Darüber hinaus kann diese Verhaltensstörung zu Leistungseinbußen und erhöhter Mortalität innerhalb der Herde führen. Nach bisherigen Erkenntnissen liegen die Ursachen hierfür in einem multifaktoriellen Geschehen bedingt aus Umweltfaktoren, Fütterungsform und Genetik.

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Selektives Trockenstellen von Milchvieh

Die Beschränkung der Gabe von antibiotischen Trockenstellpräparaten (selektives Trockenstellen) auf infizierte Tiere setzt eine gleichzeitige Optimierung des gesamten Trockenstehermanagements (Gesundheitsüberwachung, Hygiene, Haltung, Fütterung) voraus. Es erfordert eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema Eutergesundheit in seinen zahlreichen Facetten.

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Gesundheitszuchtwerte in der Holsteinzucht

Bis 1996 wurden Holsteinkühe in Deutschland ausschließlich auf Milchleistung gezüchtet. Durch diese milchbetonte Genetik, gutes Betriebs- und Fütterungsmanagement sowie aufgrund zunehmender wissenschaftlicher Erkenntnisse stieg die Milchleistung in Deutschland in den letzten Jahren auf ein beachtliches Niveau. Die durchschnittliche Nutzungsdauer liegt hingegen nach wie vor in einem unbefriedigenden Bereich. Dies war Ursache dafür, die Zucht in der Milchviehhaltung stärker auf eine Verbesserung der Tiergesundheit und anderer sekundärer Merkmale auszurichten.

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Ferkelkastration

Ab dem 01.01.2021 ist die betäubungslose Ferkelkastration laut Tierschutzgesetz verboten. 

Die Zeit, die den Sauenhaltern und Mästern noch bis zur Umstellung auf eine der zulässigen Alternativen bleibt, läuft. Wer in den Vorbereitungen auf die entsprechenden betrieblichen Veränderungen noch Investitionen tätigen, das weitere Vorgehen in der Handelskette zwischen Ferkelerzeugern und Mästern abstimmen oder eventuell einen Sachkundenachweis erwerben muss, sollte sich zeitnah entscheiden.

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Kupierverzicht

Das Kürzen der Schwänze von Saugferkeln wurde in der konventionellen Tierhaltung lange als wirksamste Methode gegen Schwanzbeißen (Caudophagie) praktiziert. Nach den EU-rechtlichen Vorschriften und den Vorgaben des deutschen Tierschutzgesetzes ist dies aber nur in begründeten Ausnahmefällen erlaubt, wenn andere Maßnahmen, die Umwelt- und Haltungsbedingungen (insbesondere Management, Unterbringung, Bestandsdichte etc.) berücksichtigen, nicht greifen.

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Über das Netzwerk Fokus Tierwohl

Um Tierhalter in Deutschland nachhaltig zu stärken und sie dabei zu unterstützen, Tier- und Umweltschutz, Qualität bei der Produktion sowie Marktorientierung zu priorisieren, wurde das bundesweite Netzwerk Fokus Tierwohl gegründet. Das Verbundprojekt hat das Ziel, den Wissenstransfer in die Praxis zu verbessern, um schweine-, geflügel- und rinderhaltende Betriebe in Deutschland zukunftsfähig zu machen hinsichtlich einer tierwohlgerechten, umweltschonenden und nachhaltigen Nutztierhaltung.

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