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Tierwohl-Themen in der Rinderhaltung

In diesem Bereich finden Sie Informationen über aktuelle Ansatzpunkte zur Verbesserung des Tierwohls in der Rinderhaltung. Fortlaufend werden an dieser Stelle weitere Fachinformationen veröffentlicht. Die Sammlung, Aufbereitung und fachlich fundierte Einordnung von wissenschaftlichen Daten und neuesten Erkenntnissen aus der angewandten Forschung, den Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz oder anderen aktuellen Projekten findet durch die Geschäftsstelle des Tierwohl-Kompetenzzentrums Rind in Kooperation mit den Expertinnen und Experten der Verbundpartner statt.

Sinneswahrnehmung beim Rind

Auf der EuroTier digital, die Anfang Februar 2021 als reines Online-Format Prämiere hatte, zählte der vom bundesweiten Netzwerk Fokus Tierwohl organisierte Beitrag zur Sinneswahrnehmung des Rindes mit zu den bestbesuchten Veranstaltungen im Fachprogramm. Es referierte Benito Weise, der u. a. für die Überbetriebliche Ausbildung am Landwirtschaftlichen Bildungszentrum (LBZ) Echem der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zuständig ist.

Beim Umgang mit Rindern tritt eine gewisse Gewöhnung zwischen Mensch und Tier ein. Neue Situationen sind aber oftmals mit Stress verbunden und können zu Schwierigkeiten führen. Die Gewöhnung an das automatische Melksystem oder z. B. das Verbringen in den Klauenpflegestand sind nur zwei von vielen Beispielen dafür. Bei der Einordnung des Verhaltens ist es wichtig zu berücksichtigen, dass Kühe Fluchttiere sind. Bei Gefahr reagieren sie mit Flucht, wobei Rinder im Gegensatz zu Pferden, auch zum Angriff übergehen können. In diese evolutionär bedingten Muster fallen z.B. Rinder, die ausgebrochen sind und nicht innerhalb von zwei bis drei Tagen wieder eingefangen werden. Sie tendieren dann dazu, wieder zu verwildern und legen bei Annäherung das klassische Fluchtverhalten an den Tag.

Um die Unterschiede in der visuellen Wahrnehmung zwischen Rind und Mensch einfach verständlich zu machen, wurde am LBZ Echem eine Virtual Reality (VR)-Brille in Zusammenarbeit mit einem Softwareunternehmen entwickelt. Dabei wird die Umgebung mit Kameras erfasst und für den Blick durch die VR-Brille so verändert, als würde man über das Sehvermögen einer Kuh verfügen. So kann als Mensch nachempfunden werden, wie die Kuh z. B. das Eintreiben in den Klauenstand optisch wahrnimmt.

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Die Weidetiere gut im Blick behalten

Themen der Nutztierhaltung und Weidewirtschaft standen kürzlich im Fokus von Webseminaren der LWK Niedersachsen. Es ging um Parasiten, wirksamen Herdenschutz und das mobile Schlachten.

Zum Thema Parasitenbefall und -bekämpfung bei Weidetieren referierte Prof. Dr. Georg von Samson-Himmelstjerna (Freie Universität Berlin). Primär ging es um das Vorkommen, die Bedeutung und die Kontrolle von ausgewählten Parasiten.

Elke Steinbach und Martin Holm referierten über Möglichkeiten des wolfsabweisenden Zaunbaus, Herdenschutz sowie Voraussetzungen für Entschädigungszahlungen.

Zur Schlachtung von Rindern auf der Weide referierte Gerd Kämmer, Landwirt aus Schleswig-Holstein. 

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Möglichkeiten eines reduzierten Antibiotikaeinsatzes in der Milchviehhaltung

Onlineseminar der LFA Mecklenburg-Vorpommern informiert über Lösungen für die Praxis

Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung muss reduziert werden - das ist ein deutlich formulierter Wunsch vieler Verbraucher. Ein zu hoher Einsatz für Prävention und Behandlungen kann zu Antibiotikaresistenzen führen, auch mit Auswirkungen auf den Humanbereich. Dies verlangt ein Umdenken und einen deutlich bewussteren Umgang mit Antibiotika in der Nutztierhaltung im Allgemeinen. Außerdem sind neue Managementverfahren gefragt, die den verminderten Einsatz unterstützen. Doch welche Möglichkeiten gibt es in der Milchviehhaltung den Einsatz von Antibiotika zu reduzieren?

Zu dieser Thematik lud die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei (LFA) Mecklenburg-Vorpommern am 17.03.2021 zu einem Onlineseminar im Rahmen des Netzwerkes Fokus Tierwohl ein. 39 Interessierte aus ganz Deutschland schalteten sich dazu, um sich über Lösungen für die Praxis zu informieren.

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Gewusst Wie! – Klauengesundheit einfach managen

Online Veranstaltungsreihe des Dienstleistungszentrums ländlicher Raum Eifel

Am 21.01. und 04.02.2021 fanden mit Unterstützung durch die Arbeitsgemeinschaften für Landtechnik und Bauwesen Rheinland-Pfalz/Saar e.V. und den Milchvieh Beratungsring Wittlich-Trier e.V. zwei Online-Seminare des bundesweiten Netzwerks Fokus Tierwohl zum Thema Klauengesundheit am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Eifel statt.

Den Auftakt der Klauengesundheitsreihe machte Dr. Hans-Peter Klindworth, Fachtierarzt für Rinder aus Vierden, mit dem Thema „Einfluss der Haltung auf die Klauengesundheit“. Anschließend referierte Thomas Engelhardt vom Zentrum für Tierhaltung und Tierzucht Iden der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt, über die häufigsten Fütterungsfehler und deren Auswirkungen auf die Klauengesundheit.  Im zweiten Teil der Onlineseminarreihe zeigte Dr. Andrea Fiedler anhand vieler Bilder und Videosequenzen, wie man lahme Tiere im Betrieb identifiziert.

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Die Geburt als zentrales Ereignis für Kuh und Kalb

EuroTier digital 2021 - Netzwerk Fokus Tierwohl in den DLG-Spotlights

Auf der EuroTier digital Anfang Februar 2021 war das bundesweite Netzwerk Fokus Tierwohl im Fachprogramm mit zahlreichen Beiträgen vertreten. Im Spotlight Rind gab es unter anderem einen Fachvortrag rund um die Kälbergeburt.

Was mit der Geburt und gegebenenfalls auch Geburtshilfe beim Rind anfängt, war wohl allen Zuschauern bereits zu Beginn klar: Hoffentlich ein langes, gesundes Leben eines leistungsfähigen Rindes. Professor Axel Wehrend, Leiter der Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere an der veterinärmedizinischen Fakultät der JLU Gießen, startete seinen Vortrag mit Ausführungen zu den Folgen einer Schwergeburt.

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Gummimatten auf Spaltenböden für mehr Liegekomfort in der Kälberhaltung

Landwirtschaftskammer Niedersachsen informiert über Verwendung von Gummimatten auf Spaltenböden

Die Revision der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, die Ende Januar 2021 in Kraft getreten ist, bringt einige Änderungen in der Kälberhaltung mit sich. Unter anderem wurde die Haltungsverordnung dahin gehend ergänzt, dass Kälbern im Alter von unter sechs Monaten im Stall nicht nur ein trockener, sondern auch ein „weich oder elastisch verformbarer Liegebereich“ zur Verfügung stehen muss.

Im Hinblick auf die Verbesserungsmöglichkeit des Liegekomforts in bestehenden Stallungen mit Vollspaltenböden hat die Landwirtschaftskammer Niedersachsen zwei Webseminare zu dem Thema „Gummimatten auf Spaltenböden für Kälber“ angeboten.

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Impulsbetriebe teilen ihre Praxiserfahrungen mit digitalen Tools in der Milchviehhaltung

EuroTier digital 2021 - Netzwerk Fokus Tierwohl in den DLG-Spotlights

Am Freitag, den 12. Februar, ist die erste EuroTier digital erfolgreich zu Ende gegangen. Auf der Digital-Plattform der DLG wählten sich an den vier Veranstaltungstagen über 41.000 Besucher ein. Sie informierten sich über das Angebot von rund 1.200 teilnehmenden Unternehmen, diskutierten in über 300 Fachveranstaltungen und vernetzten sich gezielt mit der Branche.

Die Impulsbetriebe des Netzwerks Fokus Tierwohl waren an der Gestaltung des EuroTier-Fachprogramms aktiv beteiligt. Zum DLG-Spotlight Rind mussten sich am 12. Januar die drei Betriebsleiter aufgrund der frostigen Temperaturen im wahrsten Sinne des Wortes loseisen, um an der Talk-Runde zum Thema „Digitalisierung und Automatisierung in der Milchviehhaltung – gut für´s Tierwohl?“ teilzunehmen.

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Nabeldesinfektion bei Kälbern

Nabelentzündungen bei Kälbern sind in vielen landwirtschaftlichen Betrieben ein Problem, das verschiedene Ursachen haben kann. Eine Möglichkeit, das Auftreten von Nabelentzündungen zu verringern, ist die Nabeldesinfektion.

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Selektives Trockenstellen von Milchvieh

Die Beschränkung der Gabe von antibiotischen Trockenstellpräparaten (selektives Trockenstellen) auf infizierte Tiere setzt eine gleichzeitige Optimierung des gesamten Trockenstehermanagements (Gesundheitsüberwachung, Hygiene, Haltung, Fütterung) voraus. Es erfordert eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema Eutergesundheit in seinen zahlreichen Facetten.

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Gesundheitszuchtwerte in der Holsteinzucht

Bis 1996 wurden Holsteinkühe in Deutschland ausschließlich auf Milchleistung gezüchtet. Durch diese milchbetonte Genetik, gutes Betriebs- und Fütterungsmanagement sowie aufgrund zunehmender wissenschaftlicher Erkenntnisse stieg die Milchleistung in Deutschland in den letzten Jahren auf ein beachtliches Niveau. Die durchschnittliche Nutzungsdauer liegt hingegen nach wie vor in einem unbefriedigenden Bereich. Dies war Ursache dafür, die Zucht in der Milchviehhaltung stärker auf eine Verbesserung der Tiergesundheit und anderer sekundärer Merkmale auszurichten.

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