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Mobile Schlachtung von Geflügel

Netzwerktreffen der Impulsbetriebe Geflügel in Niedersachsen

Die Impulsbetriebe Geflügel trafen sich zu einem ersten Netzwerktreffen der zweiten Förderphase in Präsenz. Dieses Mal verschlug es acht Betriebsleiter:innen aus dem Netzwerk Geflügel nach Niedersachsen in die Region Diepholz. Iris Flentje hatte sich bereit erklärt der Gruppe an Impulsbetrieben ihre mobile Schlachtung, wie auch ihren Betrieb vorzustellen.

Um die Heterogenität des Geflügelnetzwerkes anzusprechen fiel die Entscheidung auf das tierartübergreifende Thema der mobilen Geflügelschlachtung. Die anwesenden Impulsbetriebe bewiesen die Diversität des Netzwerks der Geflügelimpulsbetriebe. Vertreten waren beim Netzwerktreffen die Tierarten Masthähnchen, Gänse und Legehennen. Da es das erste Netzwerktreffen in Präsenz in der zweiten Förderphase war, stellte Frau Dr. Isa Kernberger-Fischer Aktuelles aus der Arbeit der Geschäftsstelle Geflügel vor.

Als Einleitung in das Thema der mobilen Geflügelschlachtung stellte Rebecca Menten von der FH Soest das Projekt GeSchMo „Förderung des Tierwohls in der mobilen Geflügelschlachtung“ vor. GeSchMo ist ein MUD-Projekt und hat die Aufgabe praxisorientiertes Wissen aufzubereiten und an die Praxis weiterzugeben. Das Ziel des Projektes ist das Verfassen von Maßnahmen und Leitlinien für mehr Tierwohl in der mobilen Geflügelschlachtung. Das Projekt GeSchMo ist mit seiner Arbeit und den im Betrieb tätigen Praxisbetrieben vor allem im Westen und Süden Deutschlands ansässig. Jeder Betrieb wurde bei einer bestimmten Anzahl an Schlachtungen durch das Projekt begleitet und es wurden Daten aus unterschiedlichen Bereichen erhoben. Dazu gehören und anderem das Fangen der Tiere, der Wartebereich 1 und 2 wie auch die Kühlung und Lagerung der Schlachtkörper. Als praktische Einheit lud Frau Menten alle Teilnehmenden ein, mit ihr die gängigen Modelle von Transportkisten zu begutachten und auf Praxistauglichkeit zu testen. Beim kollegialen Austausch am Abend wurden die Themen der Betriebsleiter:innen wie auch das vorgestellte Projekt intensiv diskutiert.

Der zweite Tag des Netzwerkstreffens startete noch in der Dunkelheit des frühen Morgens, da die Gruppe zu Iris Flentje zur Besichtigung der mobilen Geflügelschlachtung eingeladen war. Neben der Schlachtung konnten sich die Betriebsleiter:innen noch ein Bild der mobilen Haltung von Masthähnchen in selbst konzipierten Mobilställen machen. Der kollegiale Austausch wurde auch hier wieder intensiv genutzt. Als Abschluss und für ein verspätetes Frühstück traf sich die Gruppe nochmal im Hotel. Es wurde nochmal intensiv diskutiert und auch die nächsten Netzwerktreffen, wie auch die Exkursion wurden thematisiert, da die Gruppe weiterhin mit viel Motivation und Engagement im Austausch bleiben möchte.

Autorin: Gesa Krone, FiBL Deutschland e.V.