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Die wichtigsten Punkte für die Kälberfütterung

Stand: Januar 2026

  • Dr. Alexandra Koch, Tiergesundheitsdienst Sachsen-Anhalt
  • Dr. Ingrid Lorenz, Tiergesundheitsdienst Bayern
  • Konstanze Rohwer, Hof Blauer Lieth, Westerrönfeld; Impulsbetrieb Tierwohl
  • Dr. Andreas Steinbeck, Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH
  • Dr. Ilka Steinhöfel, Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
  • PD Dr. Julia Steinhoff-Wagner, TUM School of Life Science

  • Dr. Rebecca Simon, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen
  • Leonie Schnecker, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen
  • Saskia Markmann, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Für frohwüchsige und gesunde Kälber ist die Hygiene in der Kälberhaltung untrennbar mit einer qualitativ guten Kälberfütterung verbunden. Die aufgeführten Punkte bieten ein praxisnahes Vorgehen und helfen Rinderhaltenden, alle wesentlichen Aspekte zu beachten.

  1. Kälber sollten in den ersten fünf Lebenswochen am besten ad-libitum getränkt werden. Ist dies nicht möglich, sollte ihnen mindestens Milch in einer Menge von 20% ihrer Körpermasse angeboten werden.
  2. Die Milch kann zu diesem Zweck mit kommerziell erhältlichen Säuregemischen leicht (nicht unter pH 5,5) angesäuert werden.
  3. Gefüttert werden entweder Vollmilch oder ein hochwertiger Milchaustauscher (MAT) in äquivalenter Menge und Konzentration. „Äquivalent zu Vollmilch“ bezogen auf die Nährstoffgehalte bedeutet unter anderem, dass in einem Liter Milchaustauschertränke ca. 40 g Fett und 34 g Eiweiß enthalten sein müssten. Diese Werte werden durch den Rohfett- und Rohproteingehalt im MAT sowie der Konzentration des MAT in einem Liter Tränke beeinflusst. 
  4. Es ist wichtig, dass den Kälbern von Anfang an sauberes Wasser zur freien Aufnahme (nicht aus Nuckeleimer) zur Verfügung steht.
  5. Schmackhaftes Festfutter in Form von Heu und Kälberstarter oder Kälber-TMR soll ab der ersten Lebenswoche angeboten werden.
  6. Nach der fünften Lebenswoche wird die Tränkemenge rationiert angeboten.
  7. Je nach Rasse kann das Abtränken mit Mengen von 10-12 Litern täglich begonnen werden.
  8. Am Automaten wird dann die Tränkemenge mit einem Ziel von zwei Litern am 84. Lebenstag reduziert. Bei der Eimertränke erfolgt die Reduktion in Stufen.
  9. Vollständiges Abtränken soll nicht vor dem 84. Lebenstag erfolgen.