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Mehr Tierwohl bei Masthühnern durch Schlupf im Stall

Fokus Tierwohl-Veranstaltung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen zum Thema Masthühnerschlupf im Stall stößt auf großes Interesse

Die Phase der Kükenaufzucht ist von besonderer Bedeutung. Stress in den ersten Lebenstagen, beispielsweise durch den Transport von der Brüterei zum Betrieb, kann Krankheiten auslösen. Der Masthühnerschlupf im Stall bietet eine Möglichkeit, verschiedene Stressfaktoren für die Küken zu minimieren. Direkt nach dem Schlupf haben die Küken Wasser, Futter und Licht zur Verfügung. Dadurch profitiert die Darmgesundheit. Die Tiere sind ruhiger und auch die Fußballengesundheit steigt. Durch den Schlupf im Stall kann also das Tierwohl gesteigert und zugleich das Krankheitsrisiko minimiert werden.

Eine Online-Vortragsveranstaltung der Landwirtschaftskammer NRW im Rahmen des Netzwerks Fokus Tierwohl mit über 140 Teilnehmern zeigte, dass sehr großes Interesse an dem System besteht. Dieses steckt in Deutschland derzeit noch in den Kinderschuhen. Zunächst berichtete Dr. Sophia Schulze-Geisthövel von der Landwirtschaftskammer NRW über die Ergebnisse zweier Versuche im VBZL Haus Düsse. Im Anschluss stellte Anton de Jong von der Brüterei Heijmer das System Nestborn vor, mit dem im letzten Jahr mehr als 100 Mio. Küken bei Landwirten im Stall schlüpften. Abschließend berichtete Martin Otten, Hähnchenmäster aus Emsbüren, über seine praktischen Erfahrungen zum Schlupf in seinem Stall.   

Die Veranstaltung wurde von den Teilnehmern sehr positiv bewertet. Vor allem der Praxisbezug und der rege Austausch fanden großen Anklang.

Autorin: Viola Erfkämper (Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen)